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Faszientraining und mehr


Faszien

Faszien finden sich fast überall im Körper, in der Haut, aber auch in den Knorpeln, den Knochen, den Gelenken, den Sehnen, den Muskeln und den Organen, einschließlich des Gehirns und des Rückenmarks. Ohne Faszien verlören die Muskeln ihre Form, die Knochen ihren Halt und die Organe würden im Körper herumpurzeln. Sie können sich unabhängig von Muskeln zusammenziehen, speichern Energie und organisieren die Kraftübertragung der Muskeln. Weiter enthalten Faszien sehr viel mehr Bewegungssensoren und Schmerzrezeptoren, als sich in den Muskeln und den Gelenken finden lassen. Das macht das Bindegewebe zum größten Sinnesorgan des Menschen. Es sind die Faszien, die uns befähigen, unseren Körper wahrzunehmen und alle Bewegungen zu choreographieren, ohne unser Bewusstsein auf jeden einzelnen Schritt oder Akt lenken zu müssen.


Wie setzen sich unsere Faszien zusammen?

Wenn wir uns strecken, dehnen oder trainieren dann beanspruchen wir nie einzelne Muskelgruppen unseres Körpers, denn unser Körper funktioniert immer als Einheit. Die Faszienketten verlaufen durch den gesamten Körper und verbinden sogar weit entfernte Körperbereiche. Sie setzen sich aus den oberflächlichen Muskeln zusammen und dienen der Bewegungsorganisation und Stabilisierung. Man unterscheidet fünf dieser Verbindungslinien.


Die Rückenlinie läuft vom hinteren Kopfbereich über die Wirbelsäule bis zu den Fußsohlen. Die Frontallinie läuft von der Stirn über die Bauchmuskeln bis hin zu den Zehen. Die Seitenlinien verbinden die Ohren, Hüfte und die Außenknöchel des Fußes miteinander. Die Spirallinien laufen von der hinteren Kopfseite über den oberen Rücken und kreuzen sich dann auf Höhe der unteren Bauchmuskeln. Von dort aus ziehen sie sich über die Hüfte zu den Fußknöcheln.


Können Faszien verkleben?

Besonders durch mangelnde Bewegung oder durch eine gleichförmige, sich stetig wiederholende Muskelbeanspruchung, kann es zu Verklebungen oder Verhärtungen der Muskelfaszien kommen. Die Ursache ist der mangelnde Austausch mit Nährstoffen. Kommt es nun infolge von zu wenig Bewegung zu einem Stau der Lymphflüssigkeit, kann eine effektive Nährstoffversorgung des Fasziengewebes nicht mehr gewährleistet werden. In der Folge bleiben Faszien aneinander haften.


Verklebte Faszien: Symptome und Ursache

Verklebte Faszien sind nicht nur schmerzhaft, sondern führen zu Verspannungen und einem erhöhtem Verletzungsrisiko. Auch Flüssigkeitsmangel kann dazu führen, dass Faszien verkleben. Einer der Hauptgründe für Verklebungen ist aber zu wenig Bewegung und eine schlechte Körperhaltung. Auch eine Übersäuerung deines Körpers, durch eine falsche Ernährung, kann deine Faszien ebenfalls stark beeinträchtigen.



Folgen und Auswirkungen von verklebten Faszien

Können Faszien ihre Aufgaben im Körper nicht ordnungsgemäß nachkommen, hat das weitreichende Folgen für deinen gesamten Körper. Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenke und Organe sind betroffen. Dein Bindegewebe verliert an Flexibilität. Häufig treten Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen und Sehnenreizung oder -entzündungen auf.



Folgen für deine Muskulatur

Nicht nur deine Muskeln sind an deinen Bewegungen beteiligt. Deine Faszien spielen hierbei eine große Rolle. Hast du verhärtete Faszien, wird deine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Du bist im Alltag und beim Sport verletzungsanfälliger.


Wenn du nicht im vollen Bewegungsumfang trainieren kannst, kann das den Trainingserfolg negativ beeinflussen. Du bekommst nicht nur Verspannungen. Die Gefahr, dass du nun eine Fehl- oder Schonhaltung einnimmst, erhöht sich.


Folgen für deine Organe

Das verfilzte und verklebte Bindegewebe kann Nerven einklemmen und starke Schmerzen verursachen. Deine Blutgefäße können nun nicht mehr so viel Blut bewegen. Durch die Verengungen wird die Kommunikation zwischen deinen Nervenzellen und deinem Gehirn beeinträchtigt.


Der Lymphfluss wird gestört. Eine Nebenwirkung davon können beispielsweise geschwollene Augen und schwere Beine, bis hin zu Schwellungen, chronischen Schmerzen und Krankheiten sein.


Auch deine Organe werden schlechter versorgt. Schadstoffe aus den Organen werden nicht mehr richtig abtransportiert.  Der Versorgungsengpass kann dazu führen, dass sich die Arbeitsleistung deiner Organe verschlechtert. Eine Folge können  Herz-, Atmen- und Verdauungsbeschwerden sein.


Faszien kann man trainieren, sie sind unser Bindegewebe und auch unser Wahrnehmungsorgan. In den Faszien sind mehr Rezeptoren als in unseren Muskeln. Faszien geben uns eine Rückmeldung wie wir uns gerade fühlen.


Wir können die Rezeptoren in unseren Faszien auf 3 verschieden Arten aktivieren und so unser Wahrnehmungsorgan aufwecken:


- Druck darauf geben

- Zug

- Vibration (rütteln und schütteln)

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